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Geschlechtsumwandlung ahoi!

Seit nunmehr acht Tagen gilt in Deutschland das sogenannte Kontaktverbot, das heißt man darf sich im öffentlichen Raum nur noch mit einer Person treffen und das wars. Ausnahmen gibt es natürlich, dazu gehören Menschen, die im eigenen Haushalt leben und die Familie. Fast alle Läden haben geschlossen, in Supermärkten prägen Absperrbänder das Gesamtbild. Zwar gibt es innerhalb der Bevölkerung fast nur zur Zuspruch für diese Maßnahmen, denn keiner will, dass wir eine Situation wie in Italien erleben müssen, aber die Anspannung ist jedem deutlich anzusehen. Jeder, der hustet, ist automatisch verdächtig. Er könnte mit Corona infiziert sein. Das führt zu Wutausbrüchen irrsinnigster Art und ich erkenne nichts davon, dass sich die Leute durch die Pandemie plötzlich solidarischer und hilfsbereiter zueinander verhalten. Jeder hat Angst um seine Liebsten, aber nicht um Person XY, die in der Schlange mit exakt 1,5 Metern Sicherheitsabstand vor einem steht. Der wird zwar nichts böses gewünscht, ab…
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Zwischen Umweltschutz und Irrelevanz

Sie ist wieder da. Für kurze Zeit konnten Klimawandel-Skeptiker aufatmen, denn dank des Corona-Virus wurde es relativ still um den Messias der Öko-Bewegung, namentlich Greta Thunberg. Doch nachdem sie letzte Woche behauptet hatte (ohne auch nur einen einzigen Test gemacht zu haben), sie hätte Corona (Quelle), hat sie es nun tatsächlich auf das Cover des amerikanischen "Rolling Stone"-Magazins geschafft. Die Überschrifft ist so nichtssagend wie panikerregend: "Now or Never- The Race to Save the Planet". Wer Greta kennt und sich schon länger als zwanzig Minuten mit ihrer "Arbeit" beschäftigt hat, weiß, dass ihre Aussagen nur selten auf wissenschaftlichen Tatsachen beruhen oder auch nur irgendeinen Inhalt abseits von "Ihr seid schuld, dass ich eine verschissene Kindheit hatte" haben. Sie wirft mit leeren Worthülsen um sich, diffamiert politisch Andersdenkende, infiltriert alten Menschen das Gefühl, sie wären Schuld an dem Leid tausender junger Men…

Der Aufstieg des Denunziantentums

Der größte Lump im ganzen Land, ist und bleibt der Denunziant.  Vielleicht hat der ein oder andere dieses weise Zitat des Germanisten August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gehört. Der Denunziant ist ein die größte Gefahr für unser Gemeinwohl, denn er nimmt uns die Möglichkeit frei zu reden und unserem eigenen Ermessen nach vernünfig zu handeln. In Rap-Texten spricht man nicht von Denunzianten, sondern von sogenannten 31ern, der sich auf Paragraph 31 des Betäubungsmittelgesetzes bezieht. Dort steht geschrieben, dass man mit milderen Umständen zu rechnen hat, wenn man seinen eigenen Kollegen verpfeift. In der Schulzeit nannten wir solche Menschen "Petze". "Der Dieter hat seine Hausaufgaben vergessen, Herr Lehrer! Sie müssen ihm eine Strafarbeit geben!" Sind wir ehrlich- diese Art von  Menschen mag keiner.

Der Kolumnist Christian Stöcker, der für das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL schreibt, sieht das ganz anders (Quelle). Er stellt völlig richtig fest, dass durch…

Der Amoklauf der Micky Maus

Als Sammler physischer Medien wie Blu-Rays, DVDs oder CDs hat man es in der heutigen Zeit wahrlich nicht leicht. Streamingdienste scheinen nach und nach zu versuchen den Markt für sich zu gewinnen und lizenzieren Filme, die es so noch gar nicht auf DVD oder Blu-Ray zu kaufen gibt. Das beste Beispiel ist Disney+, ein Angebot, welches erst seit kurzem in Deutschland verfügbar ist und für unschlagbare 6,99€ im Monat alle Filme des Marvel Cinematic Universe, zahlreiche Star Wars-Teile, das klassische Disney-Sortiment und noch vieles mehr zur Verfügung stellt. Klingt knorke, ist es aber nur mitnichten. Disney liegen viele 4K-Masters von Filmen vor, die es vorerst nur auf dem hauseigenen Streamingdienst zu bewundern gibt- sollte der gut laufen, hat man es ja nicht mehr nötig diese dann auf DVD oder Blu-Ray zu pressen. Das ist jedoch bei weitem nicht das einzige Problem.
Wo es früher nur wenige Streaming-Anbieter wie Netflix gab, die dann auch ein relativ weit gefächertes Angebot hatten, wo…

Das soziale Massaker

Psychologie ist ein schwieriges Thema, ich bin ehrlich gesagt überhaupt kein Experte in dem Gebiet. Nur habe ich mir die letzten Tage im Zuge der immer mehr ausartenden Corona-Pandemie einige Gedanken über das Verhalten der Menschen gemacht. Über irrationalen Humbug wie das Horten von Klopapier will ich nicht mehr reden, das haben schon zu viele vor mir gemacht. Mir geht es vielmehr um die allgemeine Frage der Panik und ab wann ein Mensch bereit ist, um sein eigenes Überleben zu sichern, ein anderes Individuum auszulöschen.
Auf den Gedanken bin ich durch das großartige Splatter-Drama "Battle Royale" aus dem Jahr 2000 gekommen, das die Geschichte einer Schulklasse erzählt, die auf eine einsame Insel verschleppt wird und dort die Aufgabe hat sich innerhalb von drei Tagen manuell zu dezimieren- eben solange bis nur noch einer von ihnen am Leben ist. Erschreckend beklemmend zeigt es, dass der Mensch auch nicht mehr ist als eine blutrünstige Bestie. Selbst jene, die von sich dac…

Die Angst, die uns zerfrisst

In meiner Heimatstadt Göppingen geht der Teufel um, er hört auf den Namen Corona. Zum jetzigen Stand (15.03.2020) haben sich hier 51 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert und gestorben sind auch schon einige. Das ist beunruhigend. Nicht, weil ich etwa zu einer Risikogruppe gehöre für die Corona tödlich endet, sondern weil mir viele Menschen nahe stehen, um die ich große Sorgen habe. Die Epidemie nimmt mittlerweile apokalyptische Züge an, so werden Schulen, Schwimmbäder, Kneipen, Clubs und eigentlich alle öffentlichen Orte geschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern grundsätzlich untersagt. Am Samstag wollte ich mit dem Bus fahren und mir eine Fahrkarte kaufen. Das war gar nicht mehr nötig, denn in die Nähe des Fahrers kam man dank Absperrband sowieso nicht. So habe ich mir 2,50€ gespart- Corona ist doch ein Segen!
Nun gilt es abzuwägen inwieweit die Einschränkung des öffentlichen Lebens noch gerechtfertigt ist. Meine Freiheit ist mir sehr wichtig. Ich lasse mir nic…

Regisseure für die Ewigkeit: Ruggero Deodato

Brutalität in Filmen war schon immer heiß diskutiert. Vor allem in den 80ern befürchteten Wissenschaftler der Konsum von Gewaltfilmen würde Amokläufe und Morde begünstigen. Das lag damals zwar mitunter an den auch heute noch vom Mainstream gefeierten Slashern, aber zu einem großen Teil eben auch an Regisseuren wie Ruggero Deodato. Der kann ohne Zweifel als Urvater des Kannibalen-Genres gesehen werden, denn schon 1977 lieferte er mit "Mondo Cannibale 2: Der Vogelmensch" einen der wichtigsten Vertreter des Mondo-Films ab. Im Gegensatz zum geistigen Nachfolger "Cannibal Holocaust" hat dieser sogar eine FSK-Freigabe bekommen, was mich ziemlich verwundert.
Ich kann mir vorstellen, dass nicht jeder, der diesen Beitrag liest, etwas mit dem Begriff "Mondo" anfangen kann, da das Genre in den letzten Jahren ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Wikipedia erklärt "Mondo" folgendermaßen:
Mondo (italienisch für „Welt“) oder Mondo-Film bezeichnet ein Filmge…