Die böse Medizin

Eigentlich sieht Marihuana überhaupt nicht nach Gift aus. 
Politiker reden viel, wenn der Tag lang ist. Das man ihnen nicht immer alles glauben kann, sollte jedem klar sein. Genauso irreführend ist auch die Pro Cannabis-Kampagne, die die SPD derzeit betreibt. Nicht das hier irgendwer was falsch versteht: ich bin natürlich für die Legalisierung, in meinen Augen ist Gras zwar eine Droge, aber eine ziemlich harmlose (wenn man mal von psychischen Risiken wie Psychosen und dergleichen absieht). Nur ist das im Falle der SPD einfach eine Augenwischerei, denen ist die Legalisierung doch völlig egal. Ich würde auch für die Legalisierung plädieren, wenn mir  die jugendlichen Wähler alle verloren gehen würden.
Eigentlich geht es mir aber viel mehr um eine Stellungnahme des vzbv (Verbraucherzentrale Bundesverband), der vor den Gefahren des Cannabis-Wirkstoffes CBD warnt (Quelle). Dazu muss man wissen, dass der Rausch, der Gras als Droge attraktiv macht, von dem Wirkstoff THC ausgeht und nicht von CBD. CBD hat eine ausschließlich entspannende Wirkung und wird beispielsweise in der Schweiz zur Herstellung der sogenannten "Heimat"-Zigaretten verwendet.
Die Verbraucherzentrale spricht von einem regelrechten Hype, der um den Hanf-Inhaltsstoff CBD ausgebrochen sei und warnt vor ungeahnten Risiken. In einem Punkt muss ich denen aber Recht geben: es ist wirklich ziemlich fragwürdig, wenn Hersteller CBD als Allheilmittel gegen Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen oder Depression vermarkten. Dabei führt man den Verbraucher schlichtweg hinters Licht und das sollte nicht Sinn der Sache sein.
CBD wird mittlerweile für viele Produkte verwendet.
Die Gefahr ginge jedoch nicht per se von CBD aus, sondern von zu hohen Mengen des psychoaktiven Stoffes THC. Dieser hat natürlich Nebenwirkungen, aber die sind auch nicht arg viel größer als beim Konsum einer Tasse Kaffee oder ein paar Zigaretten. Wovon dem Leser natürlich wieder nichts erzählt wird, sind die positiven Eigenschaften der Nutzpflanze. So kann CBD unter anderem Krämpfe lösen, das ist wissenschaftlich bewiesen. Davon will man aber nichts hören. Frei nach dem Motto: "Cannabis ist verboten, weil es illegal ist". Gibt ja auch Sinn, oder?
Ich fordere schlichtweg mehr Prävention. Verbote sind nutzlos und das sollte die Politik im Zusammenhang mit Drogen endlich verstehen. Wer nicht über die Gefahren aufgeklärt ist, konsumiert- auch wenn es verboten ist. So einfach ist das. In der Schule sollte mehr über Gras geredet werden. Es sollte auf niemanden mit erhobenem Finger gezeigt werden. Ach und bevor ich es vergesse: CBD-Kakao ist das geilste, was es gibt.

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