Be a Heuchlerin They Said!

Tampons und Binden gibt es in Schottland ab sofort kostenlos.

Feminismus, die zweite. Nachdem ich in meinem letzten Blog-Eintrag (hier zu finden) die Doppelmoral einiger Gleichmacher und ihre Rückständigkeit entlarvt habe, hab ich noch ein wenig nichtsahnend im Netz gesurft und bin auf eine sehr denkwürdige Nachricht gestoßen. In Schottland sind Damenbinden und Tampons ab sofort für alle Frauen kostenlos (Quelle). Das klingt zunächst nach der Endstufe der Gleichberechtigung, aber auch hier ist eine gewisse Ungerechtigkeit nicht abzusprechen. Für Frauen sind Hygieneartikel während der Zeit ihrer Periode unverzichtbar. Daher finde ich es auch nicht schlecht, wenn bei diesen Produkten dannuch die Mehrwertsteuer auf ein absolutes Minimum gesenkt wird. Sie gänzlich kostenlos zu machen ist dagegen fast schon unfair. Jeder Mensch ist auf Wasser und Essen angewiesen, sogar Männer! Ist es deshalb kostenlos? Leider nicht. Das schottische Parlament hat die Entscheidung vielleicht nett gemeint, jedoch hat es komplett die damit einhergehende Diskriminierung des maskulinen Geschlechts übersehen. So kann Gleichberechtigung nicht funktionieren.
Cynthia Nixon veröffentlichte in ihrem Blog ein fragwürdiges Werbevideo.

Selbst dem bento, das nicht unbedingt meine Lieblings-Adresse im Internet ist, fällt nun die Heuchelei einiger Extrem-Emanzen auf (Quelle). Doch der Reihe nach: die "Sex and the City"-Schauspielerin und Politikerin Cynthia Nixon hat in ihrem Blog ein Werbevideo für das Magazin "Girls. Girls. Girls" hochgeladen. Das Werk trägt den glorreichen Namen "Be a Lady They Said" und soll Frauen zeigen, dass sie sich von der von widerlichen Männern regieren Welt nichts sagen lassen sollen. Auch unterschwellige Botschaften in Filmen oder Zeitschriften werden kritisiert. Das ist alles absolut legitim, aber ich bin ja noch nicht auf den Inhalt des Magazin "Girls. Girls. Girls" eingegangen. Das ist eine Modezeitschrift. Eine Modezeitschrift wie jede andere auch, ein Blatt, dass nur falsche Werte vermittelt. Sei perfekt. Zieh dich schön an. Sie übt Druck auf ihre Leserinnen aus. Genau den Druck, den das Video versucht an den Pranger zu stellen. Das ist Konsequenz auf einem ganz neuen Level.
Auch Rap-Texte sind wieder im Visier einiger Feministinnen.

Das absurdeste Beispiel für ausufernde Gleichmacheritis kommt allerdings erst jetzt. Die Kampagne #unhatewomen nimmst sich jetzt Rapper an die Brust und will so gegen die "Gewalt" gegen Frauen kämpfen (Link zum Video). Dabei nehmen sie vorrangig zynisch überspitzte Zeilen von Finch Asozial,  Gzuz oder Kollegah. Auch Schwesta Ewa wird für frauenfeindliche Lyrics zur Rechenschaft gezogen. Kann man ja mal übersehen, dass die eine Frau ist. Ich kenne viele Frauen, die gerne genau diese Art von Rap hören und die sich auch nicht an der ein oder anderen leicht sexistischen Line stören. HipHop.de schreibt dazu:
...auch Sprache ist schließlich eine Form Gewalt. 
Die Formulierung ist seltsam, der Inhalt ebenso. Diese Texte greifen keine konkrete Frau an, niemand muss sich also beleidigt fühlen. Außer natürlich die Ollen im Video, die sind sowieso direkt mega krass emotionalisiert. Traurig.
Mit diesen zwei Beiträgen wollte ich euch nun meine Sicht zum Feminismus darlegen. Die meisten Feministinnen sind de facto nichts weiter als Drama-Queens, Wichtigtuerinnen und Heuchlerinnen. Es gibt ein paar die Gleichberechtigung verstanden haben, aber die muss man seeeehr lange suchen. Ich habe noch keine von ihnen persönlich getroffen.