Das Erklimmen des Venushügels

Die Feministin Suzie Grime wurde vor allem durch ihren offenkundigen Hass auf Männer bekannt. 

Eigentlich würde ich mich als Feminist bezeichnen. Frauen sollten natürlich die gleichen Rechte wie Männer haben, gleich viel verdienen und und und. Das ist selbsterklärend. Nichtsdestotrotz muss ich leider immer mehr den Sinn der Feminismus-Debatte hinterfragen, denn langsam läuft die ziemlich aus dem Ruder. Schminken ist plötzlich anti-feministisch, Hotpants ebenso und ausnahmslos alles, was mit Sexualität zu tun hat. Sind Pornos sexistisch? Einerseits ja, denn sie werden hauptsächlich von Männern konsumiert und zu 90% auch für diese gedreht. Andererseits liegt es auch ein wenig an den Frauen selbst, denn die konsumieren einfach weniger Pornografie. Produktionsfirmen wie Brazzers werden wohl kaum ein Interesse daran haben, Pornos für Frauen zu drehen. Frauen reagieren nicht so stark wie Männer auf audio-visuelles Material. Während ein Mann von den stumpfesten Gangbang-Bukake-Fickereien einen Steifen bekommt, finden das Frauen allgemein eher langweilig oder abtörnend. Der Mann ist eben von der Natur dafür konstruiert überall seinen Samen zu hinterlassen (am besten so oft wie möglich), während die Frau nur alle neun Monate schwanger werden kann. Worauf ich hinaus will: Frauen und Männer sind nicht gleich, sie sollten aber gleichberechtigt sein. Ob man einen Penis oder eine Vagina hat, sollte nicht darüber entscheiden, was für eine Zukunft man hat.
Die Pornodarstellerin August Ames nahm sich Ende 2017 das Leben.

Die Doppelmoral der LGBTQ+-Bewegung hat sich vor allem bei dem Fall August Ames bemerkbar gemacht. Auf Twitter sorgte die nämlich für einen beachtlichen Shitstorm Dank dieser Aussage: 

Es steht doch jeder Frau frei, welchen Forscher sie in ihre Tropfsteinhöhle lässt? Anscheinend nicht, wenn jemand schwul ist, hat er einfach grundsätzlich die Lizenz zum Ficken. Der Shitstorm gegen August Ames war widerwärtig, viele wünschten sich ihren Tod. Dieser Wunsch ging in Erfüllung: nur zwei Tage nach ihrem verhängnisvollen Tweet nahm sie sich das Leben. Sie war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 23 Jahre alt, ihre Karriere hatte erst begonnen. Die großen Produktionsfirmen liebten sie, denn sie war leidenschaftlich, versaut und dennoch bodenständig. Ihr Ehemann Kevin Moore beschrieb sie mit folgenden Worten (Quelle):
Sie war die freundlichste Person, die ich je kannte und sie bedeutete die Welt für mich.
Wenn man so etwas liest zerreißt es einem fast das Herz. All das nur, weil August nicht mit schwulen Männern drehen wollte, aus Angst sich eine Geschlechtskrankheit wie AIDS einzufangen. Es war ihre Entscheidung. Den Mythos der selbstbestimmten Frau entkräften die meisten Feministinnen selbst, denn ihr Handeln ist zutiefst frauenverachtend. Wir dürfen sowieso nicht außer Acht lassen, dass die Mehrheit der Gesellschaft immer noch denkt, dass alle Pornodarstellerinnen ehrenlose Huren seien. Übrigens auch viele Frauen, Slut-Shaming ist immer noch ein Thema.
Für August Ames´ Freitod wurde recht schnell dann die Porno-Industrie verurteilt. Hauptsächlich dann aber von denen, die ihr noch kurz davor die Hölle auf Erden wünschten. Diese Doppelmoral ist traurig, aber daran kann man nichts ändern. Doch merkt euch eins: Pornografie und Feminismus stehen sich nicht im Weg, ganz und gar nicht. Die meisten Feministinnen stehen dem Feminismus im Weg.