Eine Prise Hass, der Herr!

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir sieht nicht Tobias Rathjen als Hauptschuldigen.

In Hanau sind grauenvolle Dinge passiert. So hat der mutmaßlich rechtsextreme Spinner Tobias Rathjen in zwei Shisha-Bars neun Menschen mit Migrationshintergrund und danach noch seine Mutter und sich selbst erschossen. An dieser Stelle möchte ich mein allergrößtes Mitgefühl für alle Angehörigen aussprechen. die mit diesem Drama erstmal klar kommen müssen.
Tobias Rathjen hatte noch vor seiner Tat ein abstruses Video voller Verschwörungstheorien auf YouTube und ein 24 Seiten langes, menschen-verachtendes Manifest veröffentlicht. So erzählt er davon, dass gewisse Völker ausgerottet werden müssten und Geheimdienste uns alle kontrollieren würden. Außerdem hasste er Frauen, denn er war mit 43 Jahren immer noch Jungfrau. Angeblich weil er das so wollte, das stelle ich allerdings in Frage. Er war Sportschütze, was ihm den Zugang zu Waffen natürlich erheblich vereinfachte. In seinem Verein sei er allerdings nie durch rassistische Stammtischparolen aufgefallen. Außerdem geht die Polizei davon aus, dass er psychisch krank war. So weit, so gut. Das sind die Fakten zum Attentat in Hanau. 
Wie so oft reicht es nicht zu akzeptieren, dass der Mörder eines an der Klatsche hatte. Nein, jemand anderes muss daran Schuld sein. Bei Amokläufen in Schulen waren es stets Horrorfilme oder "Killerspiele", in diesem Fall ist es natürlich die AfD. Wer hätte es gedacht?  
Tobias Rathjen in dem Video, welches er vor dem Blutbad auf YouTube hochgeladen hat.

Von grünen Pöblern wie Cem Özdemir hörte man so nun Rufe laut werden wie zum Beispiel (Quelle):
Die AfD ist der politische Arm des Hasses!
Als ich das gelesen hatte, musste ich lachen. Natürlich wurde Tobias Rathjen einfach nur durch "böswillige" Propaganda zum Mörder, an einer psychischen Erkrankung kann das natürlich nicht liegen. Die Vorsitzende des AfD-Landesverbands Baden-Württemberg Alice Weidel wehrte sich gegen die Diffamierungskampagnen gegen ihre Partei und sieht das tatsächle Problem im Umgang mit Wahnsinnigen (Quelle):
Wie kann ein offenkundiger Psychopath mit Vernichtungsphantasien der Wahrnehmung seiner Umgebung so komplett entgehen?
Das ist ein guter Punkt. Auch im Fall Tobias Rathjen behauptet wieder jeder, der ihn gekannt hatte, Tobias Rathjen sei überhaupt nicht aufgefallen. Dasselbe wurde bei dem Massenmörder Anders Breivik, der in Norwegen 77 Menschen umbrachte, auch behauptet. Dieser bastelte zwar in seinem Keller jahrelang an einer Bombe und man sah ihn kaum noch am Tageslicht, jedoch ist das freilich nicht auffällig. Die Leute haben meistens nur Angst mit Vorwürfen überhäuft zu werden, warum sie denn nichts gegen die zunehmende Radikalisierung der Person getan hätten. Einfachste Psychologie.
Die Trauer um die Opfer des Attentats ist groß.

Wir sollten nicht irgendwelchen Parteien die Schuld an dieser Tragödie geben, sondern alles dafür tun eine weitere zu verhindern. Menschen mit derart kruden Weltbildern sollte geholfen werden bevor sie zur Waffe greifen. Keiner sollte wegen so etwas sterben müssen. Das ist aber hoffentlich jedem klar.