Die Angst, die uns zerfrisst

Der Coronavirus nimmt uns jegliche Freiheit.

In meiner Heimatstadt Göppingen geht der Teufel um, er hört auf den Namen Corona. Zum jetzigen Stand (15.03.2020) haben sich hier 51 Personen mit dem neuartigen Virus infiziert und gestorben sind auch schon einige. Das ist beunruhigend. Nicht, weil ich etwa zu einer Risikogruppe gehöre für die Corona tödlich endet, sondern weil mir viele Menschen nahe stehen, um die ich große Sorgen habe. Die Epidemie nimmt mittlerweile apokalyptische Züge an, so werden Schulen, Schwimmbäder, Kneipen, Clubs und eigentlich alle öffentlichen Orte geschlossen, Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern grundsätzlich untersagt. Am Samstag wollte ich mit dem Bus fahren und mir eine Fahrkarte kaufen. Das war gar nicht mehr nötig, denn in die Nähe des Fahrers kam man dank Absperrband sowieso nicht. So habe ich mir 2,50€ gespart- Corona ist doch ein Segen!
Nun gilt es abzuwägen inwieweit die Einschränkung des öffentlichen Lebens noch gerechtfertigt ist. Meine Freiheit ist mir sehr wichtig. Ich lasse mir nicht gerne etwas vorschreiben, mit Autoritäten hatte ich mein Leben lang schon ein großes Problem. Das hat sich nicht innerhalb der letzten Monate schlagartig geändert und deshalb fühle ich nicht nur die Angst an Covid-19, das ist der Fachbegriff für Corona, zu erkranken, sondern jegliche Normalität zu verlieren.
Händeschütteln ist nicht in Zeiten der Covid 19-Epidemie.

Die Aussage man müsse vor allen Dingen ältere und ohnehin schon kranke Menschen schützen ist zwar nett gemeint, aber kaum umsetzbar. Unter 25-Jährige merken oft gar nicht, dass sie sich mit dem Virus infiziert haben, da er sich bei ihnen sehr mild äußert. Das ist ein großes Problem und ich weiß auch keine Lösung. Wir in Deutschland sind dank unserem Gesundheitssystem sehr gut aufgestellt- im Gegensatz zu Italien. Doch auch uns hat Corona voll im Griff. Unser soziales Leben ist kurz vor dem Erliegen. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich noch Hand und Fuß hat. 

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