Was passiert nach der totalen Verwahrlosung?

Wie schaffen wir es heile aus der Krise?

Trotz aller besorgniserregender Zahlen, die uns derzeit Tag ein, Tag aus um die Ohren fliegen, gibt es auch in Sachen Corona vereinzelte Lichtblicke. Immer mehr Symptome sind den Forschern bekannt, so geht man mittlerweile davon aus, dass auch ein verminderter Geruchssinn ein Anzeichen für eine Erkrankung mit dem Virus sein kann (Quelle). Außerdem scheinen wir in Deutschland Corona relativ gut im Griff zu haben und ich spare mir jetzt ganz bewusst das Wörtchen "noch", denn ich gehe davon aus, dass das auch so bleiben wird. Sorge bereitet mir derzeit die Zeit nach der Pandemie. Die Leute verlieren zurzeit reihenweise ihre Jobs, dürfen nur noch in Teilzeit arbeiten und haben im Umkehrschluss weniger Geld zur Verfügung als noch vor der Krise. Auch die soziale Isolation wird ihre Folgen haben, da bin ich mir felsenfest sicher. Allen voran ohnehin schon labile Persönlichkeiten könnten einen enormen Schaden durch den fehlenden Kontakt zu anderen Menschen haben. Wenn ihnen dann auch noch das Geld fehlt, am Wochenende eine Diskothek zu besuchen und dort wieder Anschluss zu anderen Menschen zu finden, dann ist das nicht nur blöd gelaufen, sondern könnte mitunter einige Existenzen zerstören.
Dem muss entgegen gewirkt werden. Wir brauchen dringend einen konkreten Exit-Plan, der uns kein genaues Datum zum Ende der Ausnahmesituation gibt (das ist im Moment nicht möglich), aber uns zeigt: es wird ein Leben nach Corona geben. Viele Menschen, darunter auch ich, sind es nicht gewohnt mit Notsituationen angemessen umzugehen. Es ist definitiv so, dass meine Generation (ich bin ein 2000er-Baujahr) es nie wirklich mit ernsthaften Problemen zu tun hatte. Das meiste waren Nichtigkeiten, wirkliche Egalitäten. Früher war meine größte Sorge keinen Schulabschluss zu bekommen und heute? Heute mache mir keine Sorgen um das Leben, sondern, übertrieben ausgedrückt, um das Überleben. 
Wir sollten Corona mit Respekt begegnen, nicht mit Angst.

Die sozialen Medien sind mir da auch keine große Hilfe. Einerseits wird eine Fake-News nach der anderen durch diverseste Gruppen durchgereicht, niemand weiß so recht, was stimmt und was nicht. Irrationales Denken verleitet uns zur Panik, uns steigt die ganze Situation langsam zu Kopf. Den ganzen Tag lesen wir Zahlen über Tote, die am selben Tag schon veraltet sind. Print-Zeitungen, die auch ohne Corona schon auf dem absteigenden Ast waren, verlieren zahlreiche Leser und Anzeigen-Kunden. Digitale Medien werden öfter und länger genutzt als je zuvor. Das wiederum könnte zum nächsten Drama führen: dem totalen Kollaps des Internets. Das würde vor allem bei den Jüngeren unter uns zu unvorhergesehenen Reaktionen führen, in jedem von uns schlummert ein unterschätztes Gewaltpotenzial.
Saskia Eskens sozialistische Ideologie offenbarte sich diese Tage.

Bei den Sozialdemokraten und Linken hat man dafür natürlich eine Lösung parat. Eine Vermögensabgabe, die natürlich hauptsächlich die Wohlhabenden in unserer Gesellschaft trifft, soll alles richten und der Wirtschaft helfen. Das hat zumindest die SPD-Chefin Saskia Esken gefordert (Quelle). Das lässt tief blicken. Mich hat diese Forderung stark daran erinnert, wie Anfang März die Berliner Landtagsabgeordnete Sandra L. herum posaunt hat, dass "wenn wir det eine Prozeint der Reichen erschossen haben" es immer noch so ist, dass wir heizen wollen (Quelle). Wir können festhalten: indem wir die Reichen arm machen, ist auch Corona von heute auf morgen besiegt. Ganz einfache Mathematik. Warum sind wir da nicht früher drauf gekommen? Auch sozialistische und in Teilen kommunistische Maßnahmen können uns nicht schwuppdiwupp aus der Krise hieven. Und selbst wenn sie es könnten, wäre ich trotzdem immer noch dagegen jene aus zunehmen, die sich ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben. Das ist unanständig. Genauso unanständig ist es auch, die Corona-Thematik für Parteipolitik zu missbrauchen. 
Ob es unsere Bundesregierung schaffen wird mit einem blauen Auge aus der ganzen Nummer zu entfliehen, wird sich zeigen. Bisher kriegen wir es ganz gut hin und ich hoffe, dass das auch so bleiben wird. Nur bitte schenkt den Sozis keine Aufmerksamkeit- die haben sie mit solch hirnrissigen Forderungen einfach nicht verdient. 

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