Das Kabarett namens Amerika


Kanye West will offenbar Präsident der USA werden.

Das Jahr 2020 wird in die Geschichte eingehen und auch nicht so schnell aus dem kollektiven Gedächtnis auszuradieren sein. Immerhin werden wir seit geraumer Zeit von einer Pandemie bedroht, die schon abertausende von Menschen still und heimlich auf den Friedhof geschickt hat. Hinzu kommen die anhaltenden Proteste in den USA, die sich gegen den vorherrschenden Rassismus gegen schwarze Mitbürger wenden. Letzteres empfinde ich als positiv, auch wenn ich in den sozialen Netzwerken schon einige Heuchler erblicken durfte, die wütend gegen Diskriminierungen aller Art schimpften, aber selbst alle Polizisten über einen Kamm scherten und von ihnen als absolut homogene Masse sprachen. 
Doch das ist in den USA längst nicht das einzige Problem: die Sorge, dass Donald Trump nochmal gewählt werden könnte, hat sich gestern für mich schlagartig in Luft aufgelöst. Der Milliardär, Rapper und professionell ausgebildete Großkotz Kanye West will Präsident werden und im November für das Amt kandidieren. Die mangelnde politische Erfahrung hätte er mit Donald Trump gemein, zu dem er sich in den letzten Jahren mehrfach schon positiv geäußert hatte. Was für konkrete Ziele der Yeezy-Erfinder hat, steht allerdings in den Sternen. Das ist schließlich heutzutage auch volllkommen zweitrangig, mittlerweile scheint es von allerhöchster Priorität zu sein, unglaublich viel Kohle auf der Bank und eine Frau mit einem unglaublich gigantischen Arsch zu haben. Das Problem mit dem Arsch hätte Amerika, sollte Kanye West gewählt werden, dann allerdings auch, denn das Land würde dann von einem unglaublich gigantischen Arsch regiert werden. Der sich selbst für Gott hält. Und dem es wahrscheinlich auch absolut scheißegal ist wie es um die Zukunft von Amerika steht. Es geht schließlich darum auf ewig in die Geschichtsbücher einzugehen und sich selbst zu huldigen. Klaus Kinski würde hierfür wahrscheinlich nur zwei Worte finden: fuck off. 

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