Wenn Autoren sterben, die gar nicht tot sind... #RIPJKRowling

 

J.K. Rowling hat es wieder getan. Nein, sie hat nicht Harry Potter zurück ins Leben gerufen, sondern erneut den Hass der LGBTQ-Community auf sich gezogen. Diesmal aufgrund ihres neuen Kriminalromans mit dem klangvollen Namen "Troubled Blood" (im deutschen heißt es "Böses Blut: Ein Fall für Cormoran Strike"), dass vom Verschwinden einer Frau handelt. Im Buch wird vermutet, dass die Frau von einem Mann, der in Frauenkleidern mordet, umgebracht wurde. Diese Handlung soll angeblich transfeindlich sein und den Ruf derer schmähen, die sich dem jeweils anderen Geschlecht zugehörig fühlen. Das muss man erstmal sacken lassen. 

Auf Twitter sorgte das für Entrüstung. Und die ging soweit, dass nach kurzer Zeit der Hashtag #RIPJKRowling trendete. Für einige ihrer ehemaligen Fans ist sie nun also gestorben. Und das obwohl sie nur einen Kriminalroman geschrieben hat. Oh warte, da war doch noch was! Am sechsten Juni diesen Jahres postete sie folgenden Tweet:


Ihrer Meinung nach nennt man also Leute, die menstruieren, Frauen. Ich möchte hier niemandem auf den Schlips treten, aber ich gebe ihr da durchaus Recht. Leute, die menstruieren, sind Frauen. Was ist denn an dieser Tatsache schlimm? Transsexuelle, die sich als Frau fühlen, bezeichnen sich doch auch als Frau und weisen nicht stetig darauf hin, dass sie eigentlich transsexuell sind. 

Außerdem ist es makaber und geschmacklos einen derartigen Hashtag ins Leben zu rufen. Für einen Moment dachte ich wirklich kurz J.K. Rowling wäre gestorben- aber wie es aussieht erfreut sie sich bester Gesundheit. In meinen Augen ist der Inhalt ihres Romans auch keinesfalls transfeindlich: es gibt und gab Serienmörder, die sich als Frau verkleideten. Auch in Film und Fernsehen! Man denke an Leatherface in "Texas Chainsaw Massacre 4: The Next Generation". Und das ist nur das erstbeste Beispiel, was mir ohne große Recherche eingefallen ist.

Und selbst wenn J.K. Rowling ein Problem mit Transsexuellen hätte: das wäre noch lange kein Grund ihr den Tod zu wünschen.